Thüringens Energiewende eine Stromwende mit fatalen Folgen

Nach den Plänen der Landesregierung soll die einseitig fokussierte Windstromerzeugung bilanziell über 90 Prozent des Strombedarfs in Thüringen decken. Eine Grundlastsicherung wird dabei nicht erreicht. Die Landesregierung bekennt in der Stellungnahme des TMIL, dass eine Großspeicherung des erzeugten Windstroms in absehbarer Zeit nicht machbar ist. Gleichzeitig bestätigt die Bundesnetzagentur, dass der Netzausbau nicht mit dem erneuerbaren Energieausbau schritthalten kann. Um den Windstrom vom Norden nach Süddeutschland zu leiten werden nach den derzeitigen Plänen der Übertragungsnetzbetreiber drei Stromtrassen Thüringen durchqueren. Eine Aufnahme des in Thüringen produzierten Überschussstroms wegen der Verdreifachung der Flächenausweisungen ist nicht vorgesehen. Die einseitige Windstromerzeugung würde in Starkwindzeiten ein riesiges Überangebot liefern, aber in Zeiten der Flaute keinen Strom.

 

Durch den weiteren Ausbau der Windenergie werden in Thüringen Windräder immer häufiger still stehen, weil die Strommenge in Thüringen weder verbraucht noch gespeichert noch eine Ableitung vorgesehen ist.

 

Wegen der nicht planbaren Einspeisung von Windstrom können in absehbarer Zeit keine fossilen Kraftwerke ersetzt werden. Parallel zur Windkraft müssen alle Thüringer für ein zweites System bezahlen – ein Sicherungssystem mit fossilen Brennstoffen, um die Grundlastsicherung zu gewährleisten. Schon jetzt ist absehbar, dass durch den weiteren Windenergieausbau und dem Netzausbaus es zu einer weiteren drastischen Strompreiserhöhung in Thüringen kommen wird. Dies trifft vor allem die sozial schwachen Bürgerinnen und Bürger und gefährdet den Wirtschaftsstandort Thüringen.

 

Durch die Energiepolitik der Landesregierung in Thüringen wird der Strom für alle Thüringer Kunden zunehmend ausfallgefährdet und spürbar teurer.

 

In Thüringen kommt als fossiler Energieträger keine klimaschädliche Kohle, sondern nur Erdgas in Gaskraftwerken zur Stromerzeugung zum Einsatz. Gaskraftwerke sind grundlastfähig und können demzufolge durch Windkraftanlagen nicht ersetzt werden. Zur Strombedarfsdeckung muss in Thüringen knapp die Hälfte des Stroms importiert werden. Dieser Strom, welcher einen nahezu               50 prozentigen Erneuerbaren Energien Anteil mit einer hohen Windenergieeinspeisung aufweist, kommt aufgrund der Lastverteilung und der Einspeisung vorwiegend aus der Regelzone 50 Hertz. Auf Grund der zeitlich gleichmäßigen Verteilung der Windgeschwindigkeiten in Deutschland wird die Windstromproduktion in windschwachen Zeiten in Thüringen und in der gesamten Regelzone 50 Hertz nicht zur ständigen Strombedarfsdeckung in Thüringen ausreichen. Vor allem in den windschwachen Monaten April bis September wird bei einem weiteren Ausbau der Windkraft in Thüringen kein bedeutsamer Ersatz von Kohlestrom, produziert außerhalb Thüringens, erfolgen. In Konsequenz geht im Stromsektor ein Klimaschutzverbesserungseffekt tendenziell gegen Null. Gleichzeitig steigt relativ der Ressourcen- und Kapitaleinsatz. Mit der bürgerfernen und teuren Energiepolitik wird so kein Beitrag zum Klimaschutz erzielt.

 

Eine merkliche Treibhausgasreduzierung als wirksamer Beitrag zum Klimaschutz stellt sich mit dem fortgesetzten Windkraftausbau nicht ein.

 

 

Vielmehr werden wissentlich eine Naturzerstörung und eine „Verspargelung“ der Kulturlandschaft mit einer einhergehenden Gefährdung der Artenvielfalt und der heimischen Vogelwelt in einem großflächigen Feldversuch in Kauf genommen.

 

Die Schwierigkeiten und Probleme der aktuellen Energiepolitik in Thüringen wurden durch den Thüringer Landesverband Energiewende mit Vernunft (THLEmV) in einem Faktenpapier mit Ergänzungen und Quellenangaben zusammengetragen.

 

Das vollständige Faktenpapier des THLEmV mit den Ergänzungen zur Thüringer Energiepolitik können Sie unter dem folgenden Link nachlesen:

2017-03-06_ThLEmV-Faktenpapier m. Ergänzungen (1)

Im Zusammenhang zur parallel laufenden Deutschen Energiewende hat Prof. Dr. Fritz Vahrenholt im Januar diesen Jahres einen bemerkenswerten Vortrag  mit dem Titel „Deutschlands Energiewende – ein sich anbahnendes Desaster“ vor dem britischen Unterhaus (House of Commons) gehalten, der die Abwegigkeit des deutschen und des thüringer Energieweges aufzeichnet. Seinen Vortrag in der deutschen Übersetzung (Prof. Vahrenholt) können Sie unter dem folgenden Link beim wattenrat nachlesen:

 

http://www.wattenrat.de/wp-content/uploads/2017/02/Deutschlands-Energiewende.pdf

Post für Bodo Ramelow

Heute (21.5.2016) war unser Ministerpresident Bodo Ramelow zu Gast in unserer Gemeinde zum Landes-Feuerwehr-Fahnentreffen. Unsere Bürgerinitiative war wieder gut sichtbar vor Ort. Der Ministerpresident hat zwei Briefe mit nach Hause genommen. Zum Einen unsere Stellungnahme zum Regionalplan Wind, zum Anderen ein Schreiben vom Thüringer Landesverband zum EEG.

2016-05-09_Schr. an MP-TH zu EEG 2016_A1 2_12-05-16

Stellungnahme

Bilder findet ihr im Menüpunkt “Bürgerinitiative” (dort etwas nach unten scrollen).

Der schnöde Mammon…

Inzwischen müsste es eigentlich jedem Bürger klar sein: Egal, wie viele Windmühlen aufgestellt werden, für eine sichere Stromversorgung reicht es nie aus. Auch wenn versucht wird uns etwas anderes einzureden.

Es müsste auch jedem klar sein, dass die Betreiber der Anlagen nicht den Grundgedanken im Auge haben, etwas für die Umwelt zu tun. Hier steht nur das Geld im Vordergrund. Die Verschandelung der Natur, die Belastung der Menschen usw. ist diesen Leuten egal. Vor dem unhörbaren Infraschall wird von unabhängigen Wissenschaftlern immer häufiger gewarnt. Es werden Mindestabstände gefordert. Aber was passiert von Seiten der Politik? Nichts!

Stattdessen werden die von Unkundigen geforderten Vorgaben durchgepeitscht. Und immer wird gegen das Grundgesetz verstoßen, dass jedem Bürger Unversehrtheit der Gesundheit garantiert. Auch die unter dem Deckmantel „forstwirtschaftlich“ betriebene Baumfällung und angebliche Neuanpflanzung von Fichten soll nur den Weg ebnen, um Windkraftanlagen zu errichten. Man kann den Bürgern nur Wachsamkeit ans Herz legen.

Windkraftforum 16.2.2016

Am 16.2.2016 war unsere Delegation von 20 Aktivisten in den orangefarbenen T-Shirts der Hingucker auf dem Windkraftforum im Thüringer Landtag. Es war wichtig Flagge zu zeigen. Noch immer werden unsere Warnungen nicht ernst genommen, insbesondere bzgl. der Gefahren durch Infraschall.

Der neu gegründete Landesverband war vor Ort. Wir konnten uns von deren Professionalität überzeugen.

mdr Radiobeitrag zum Windkraftforum 16.2.16 (Link klicken)

Treppe

Weitere Fotos unter:  “Die Bürgerinitiative”